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Broforce im Test – Switch

Autor des Artikels: Steven Wilcken

Broforce ist schon etwas länger auf dem Markt und erschien ursprünglich für den PC. Kürzlich ist auch eine Nintendo Switch Fassung erschienen und bietet die abgedrehte Action nun auch auf dem Handheld. Wir haben die Gelegenheit bekommen die Nintendo Switch Variante in Ruhe testen zu können. Lohnt sich der Kauf?

Wundervolles Oldschool-Erlebnis!

BroForce erinnert auf den ersten Blick an alte Klassiker der frühen 90ziger. Und tatsächlich spielt sich BroForce ein wenig, als sei es in dieser Zeit entstanden. Grundsätzlich seid ihr Teil einer Eliteeinheit und werdet zu Spielbeginn auf eine Weltkarte gesetzt. Hier wählt ihr eure erste Mission aus, die euch gleich dazu auffordert verschiedene Kriegsgefangene zu befreien.

Gelingt euch eine solche Befreiung, erfüllt ihr nicht nur euren Auftrag, sondern befreit auch immer einen Charakter. Anfänglich gibt es so viele Neuzugänge, später ist das befreien vergleichbar mit dem Aufsammeln eines Extralebens. Jeder Gefangene wird nämlich auomatisch Teil eures Teams und ihr könnt so zwischen den Charakteren wechseln.

Unterschiedliche Bewaffnung

Das bringt noch mehr Raffinesse in BroForce, denn mit jedem Teammitglied wird auch die Wahl eurer Waffen größer. Vom Maschienegewehr, über den Raketenwerfer bis zum Flammenwerfer ist alles dabei und bietet in speziellen Einsätzen Vor- und Nachteile. Das liegt vor allem auch daran, dass in Broforce mit Ausnahme einiger Leitern, alles zerstört werden kann.

Dank Sandbox Mechaniken könnt ihr so auch den Mapaufbau zu eurem Vorteil nutzen. Das ist oft Ratsam, denn BroForce wird mitunter schnell ziemlich wuselig und undurchsichtig. Zum einen da die Charaktere sich schnell bewegen und zu einem Pixelbrei verschmelzen und zum anderen da die Entwickler über übertrieben große Explosionen sorgen.

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Für das Spielerlebnis Nachteilig ist das jedoch nicht wirklich, denn grade dieser Wuselfaktor macht einen großen Teil des Spaßes aus, den uns Brofoce bietet. Auch das sich die Umgebung mit Explosionen dezimiert, bringt immer wieder überraschungen mit sich, auf die wir als Spieler schnell reagieren müssen.

Auf alt getrimmt – dank Online-Co-op dennoch zeitgemäß

Klar – Technisch kann BroForce nicht mit aktuellen Spielen mithalten. Sehr wohl haben die Entwickler von BroForce jedoch den Trend der Co-op Games erkannt und bieten Online die Möglichkeit, mit bis zu vier weiteren Spielern in die Schlachten zu ziehen. Stirbt ein Spieler, kann dieser wieder beitreten, sobald der nächste Kriegefangene erreicht wird. Da Beitritt und Austritt „on the fly“ funktionieren, wird euer Spielspaß niemals ausgebremst, auch wenn sich ein Mitspieler früher als erhofft verabschiedet.

Zwar wird im Multiplayer der Wuselfaktor nochmals deutlich größer, dafür wächst aber auch der Spaß unglaublich an, wenn man mit Freunden die irren Gefechte ausführt und die ganze Map in Schutt und Asche verwandelt.

Fazit: BroForce ist ein kurzweiliges Spiel, dass ihr jedoch auch günstig haben könnt. Sucht ihr nach einem Erlebnis, dass ihr mit bekannten spielen könnt, und habt nichts gegen Old-School Grafik, dann köntne BroForce tatsächlich ein Geheimtipp für euch sein. Die wuseligen Schlachten in alter Metal Slug Manier machen wirklich unglaublich viel Laune. Vor allem dann, wenn ihr mehrere Spieler versammeln könnt.

Wir hatten großen Spaß mit BroForce und legen euch diesen Titel ans Herz.

Kaufempfehlung: Ja – greift zu!