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DAS SCHWARZE AUGE: BLACKGUARDS

Autor des Artikels: Steven Wilcken

Blackguards-Amazon[1]

Eigentlich ist Deadlic bekannt für fantasievolle Adventures. Doch anscheinend hat es die Jungs und Mädels aus Hamburg mal nach einer neuen Facette gedürstet. Und so kam es, dass man sich das Schwarze Auge Franchise schnappte und ein Rundenbasiertes Rollenspiel kreierte, dass uns Stundenlang beschäftigen soll.
Manchmal sollte man weiterziehen
Manchmal sollte man lieber weiterziehen und sich nicht in jede Angelegenheit einmischen. Eine Lehre, die auch unser Held machen musste. Denn auf einer Lichtung entdeckte er eine tote Prinzessin. In einer Zeit wo Gesetze, wenn überhaupt, nur für die reichere Bevölkerungsschicht gelten, ein großes Problem. Und wie es so ist wurde unser Held, alias wir als Mörder beschuldigt. Undschuldig hinter Gittern sitzend verweilten wir. Doch da – eine Chance! Ein Fremder Magier bietet uns seine Hilfe an. Willigen wir ein? Wir haben ja keine Wahl! Die Flucht gelingt. Das ist zwar kein besonders einfallsreicher Plott, bietet aber immerhin genug Stoff um uns knapp 40 Stunden zu beschäftigen.

Unser Charakter
Bevor es richtig anfängt erstellen wir uns zunächst einen Charakter und suchen uns den Experten oder Anfänger-Modus aus. Letzteres hat den Vorteil, dass die Steuerung nochmal genau erklärt wird und wie wir das komplexe Entwicklungssystem der Charaktere zu verstehen haben. Das Schwarze Auge ist ja berüchtigt dafür ein unglaublich komplexes System zu besitzen, wenn es um Eigenschaften von Charakteren geht. Deadlic hat das zwar entschlackt, ganz ohne Hilfe sollte man allerdings nicht starten.

Die Reise auf der Welt
Optisch konzentriert sich Deadlic auf das nötigste. Wie in den Adventures, verlässt man sich auch in Blackguards wieder auf Animations-Arme Bilder. Allerdings alles in einer 3D Umgebung mit annehmlichem Comic Stil. Gereist wird durch Karten, indem wir auf gewisse Punkte klicken. Am besten lässt sich das Wohl mit einem Brettspiel vergleichen, denn je nach Punkt kann es sein, dass ein Event oder ein Kampf ausgelöst wird. Bei Events müssen wir eine Entscheidung treffen, die sich auf zukünftige Kämpfe auswirken kann. Lösen Kämpfe aus müssen wir diese einfach bekriegen.

Qual der Wahl mit Lernfaktor
Obwohl das Grundsystem komplex genug ist um Rollenspielern Möglichkeiten vorzugaukeln, merken aufmerksame Spieler, dass alle Entscheidungen vorprogrammiert sind. Nichts basiert auf Zufall. Beim ersten Mal Spielen funktioniert das noch gut. Sobald man aber auch nur eine Sache weis, ist der ganze Effekt dahin. Im Prinzip spielen wir ein stumpfes Buch ab, das keine wirklich Überraschungen parat hält, da das Spiel an sich immer gleich ist.

Runde für Runde
Immerhin sind die Kämpfe im Verlauf des Spiels immer spannender. Dank unterschiedlicher Fähigkeiten und der Charakter-Entwicklung, muss man später taktisch agieren. Vor allem auch deswegen, weil es unterschiedliche Klassen gibt, die man natürlich entsprechend unterschiedlich stark schützen muss.

Fazit: Blackgards macht auf den ersten Blick wirklich Lust auf mehr. Leider flaut dieser Forschungsdrang auch wieder schnell ab, da dem Titel auf Dauer einfach die Abwechslung fehlt.

title= Lange Spielzeit
title= Tolle Zeichnung …
title= die wenig animiert sind
title= Tolle Charakterentwicklung…
title= …alles könnte mehr Zufallsbasiert sein