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Borderlands 3 im Test.

Autor des Artikels: Steven Wilcken

Borderlands 3 ist seit einigen Tagen im Handel erhältlich. Zum Launch Tag haben wir einen Key bekommen und konnten in den letzten Tagen das Spiel ausführlich testen. Gespielt habe ich immer zu zweit –weshalb mein Test sich mehr auf den Co-op Part konzentriert, weniger auf das Singleplayer-Erlebnis. Das ist zwar gleich, aber zu Zweit macht alles eben auch gleich doppelt so viel Spaß.

Die grobe Geschichte

Borderlands 3 macht das, was die Vorgänger schon gemacht haben. Man kommt in eine abgefahrene endzeit Welt auf der sich ziemlich kuriose Charaktere herumtreiben und quasi Gesetzlos selbstjustiz verwalten und Clans bilden, die sich eben irgendwie „durchschlagen“. Zu diesen Gruppierungen gehören auch zwei Zwillinge, die in Borderlands 3 quasi die Oberbösewichte Darstellen und mit denen wir uns einen Wettlauf über zahlreiche Platneten liefern und dabei zahlreiche Subgeschichten erleben.

Zahlreiche Missionen und Belohnungen

Dabei ist das Spiel in zahlreiche Missionen unterteilt, die uns über die weitläufigen Schlauchlevels leiten. Uns stellen sich zahlreiche Tiere der Umgebung in den Weg. Aber auch gegnerische Clans oder eben Anhänger der Oberbösewichte machen uns das leben schwer. Mit anderen Worten müssen wir ordentlich auf alles was sich bewegt Ballern um die Gegnermassen unter Kontrolle zu halten.

Grade anfänglich ist das ganz aber eher etwas zäh. Wir haben nur wenig Waffen, Munitionsprobleme un müssen uns in der Welt erst einmal zurecht finden. Allerdings greift nach einigen Stunden eine Art Suchtkette, denn wie schon in alten Borderlands Teilen finden wir am laufenden Band neue Beute. Vor allem die viele Waffen die in unterschiedliche Seltenheitsgrade (wie bei Diablo) eingeteilt sind, sorgen immer wieder für Begeisterung. Ständig finden wir Waffen mit neuen grandiosen Fähigkeiten und müssen uns entscheiden welches Line-Up an Waffen wir im Kampf tragen.

Schade bleibt dabei jedoch, dass das System so Oldschool bleibt. Wir sammeln quasi alles auf, vergleichen und entscheiden uns für die besten Zufallsdrops. Modifizieren und erweitern können wir unsere Lieblingswaffen nicht. Alles rotiert und so fehlt ein wenig die gezielte Suche nach besonderem. Teils kann das System auch recht anstrengend ausfallen, da das Menü auf Konsolen nicht optimal gelöst wurde. Kleine Ladepausen, schwieriger Vergleich von Waffen und ein unübersichtliches Menü fördern die schnelle Rotation von Waffen wenig.

Abwechslungsreiche Kämpfe

Dafür kann man sich bei den Herausforderungen wenig beschweren. Borderlands schafft es Action am Fliessband abzuliefern. Vor allem die zahlreiche Bosskämpfe wurden dabei großartig designt und setzen uns ständig neue Herausforderungen die es zu meistern gilt. Vor allem zu zweit macht das Spaß, wenn man sich dann mit seinen Kollegen abspricht und die stärksten Gegner in die Knie zwingt und dabei eben neue mächtige Beute verdient und sich über diese unterhält.

Die Steuerung funktioniert dabei ganz ordentlich, auch wenn es sich erst an manche Designentscheidung gewöhnen muss. Schön gefällt die neue „Freiheit“, da man nun nicht nur „Springen kann“, sondern unser Charakter sich auch bei bedarf an Vorsprüngen hinaufzieht und wir so noch mehr Rätsel erkunden können. Nach einigen Spielstunden geht alles wie selbst von der Hand.

Charaktere und Fähigkeiten

Schlussendlich ist es aber nicht nur die Beute und die teilweise knackigen Herausforderungen die motivieren. Auch die gut durchmischte Auswahl an Charakteren mit ganz eigenen mächtigen Fähigkeiten macht Borderlands ständig spannend. Hier ein paar XP verdient, da Fähigkeitenpunkte verteilt und schon haben wir neue Möglichkeiten um uns in unsere Gruppe einzubringen und mehr Schaden anzurichten.

Bei den Charakteren ist für jeden etwas dabei. Mögt ihr lieber auf die Ferne kämpfen oder doch lieber einen mächtigen Begleiter haben oder schlussendlich doch lieber mächtige Energien einsetzen. Die Spielstile von Charakter zu Charakter unterscheiden sich stark.

Fazit

Na alles perfekt? Nein! Bei weitem nicht. Borderlands 3 liefert genau das, was die Fans von der Serie erwarten. Was man vermisst ist eine „Weiterentwicklung“. Denn vieles kennt man aus der Serie und hat sich kaum verändert.  Das mag einigen Fans gefallen. Ich kenne aber auch viele Borderlands Anhänger, die ein wenig den Wettstreit mit anderen Loot-Shootern vermissen. Mit Destiny, The Division und co sind weitere Kontrahenten am Markt, die viele neue frische Ideen mitbringen. Und man vermisst bei Borderlands 3 den Ergeiz hier ebenfalls neue Ideen einzuführen.

Wer Borerlands liebt und bis zuletzt die letzten Teile gespielt hat, der wird jedoch auch mit Borderlands 3 garantiert glücklich.

Kaufempfehlung: Ja – hier macht ihr nicht viel falsch. Ihr werdet sehr lange und gut unterhalten!