Total War: Warhammer 2 im Test.

Autor des Artikels: Steven Wilcken

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Total War: Warhammer 2 im Test.

Wir hatten die Gelegenheit Sega’s neusten Strategie-Gigant Total War: Warhammer 2 auf dem PC anzuschauen. Was wir vorfinden begeistert und übertrifft Teil 1 in fast allen Belangen. Mehr dazu gibt es im Test zu lesen.

Ein langer Weg zur Bestimmung
Total War ist ja eigentlich für seine klassische Herkunft bekannt. Lange Zeit hat man dutzende Epochen der Geschichte aufgetan und Historische Schlachten abgeliefert. Damals hatte man immer wieder den Wunsch – wie cool wäre dieses Spielsystem mit einem echten Fantasie-Setting. Ein Wunsch den auch die Entwickler nicht überhören konnten und mit Total War: Warhammer 1 einen sehr erfolgreichen und wirklich genialen Strategie-Hit abgeliefert haben.

Mit Teil 2 zeigt man sich nicht mehr ganz so mutig, liefert aber einen mehr als würdigen Nachfolger ab, der das Spiel in wirklich allen Belangen verbessert. Zwar gibt es hier und dort zwar auch ein paar Fragezeichen – unterm Strich dürften RTS Fantasy Fans aber mit Total War: Warhammer 2 aber vollends überzeugen.

Eine wirklich spannende Kampagne
Herzstück des Spiels ist eine wirklich spannende Kampagne, die dieses Mal nicht mehr in der alten, sondern in der neuen Welt spielt. Hier müssen wir 4 Kontinente erobern. Entsprechend werden auch vier neue Völker integriert, die dieses Mal noch passgenauer abgestimmt sind. Mit dabei sind die Hochelfen, Echsenmenschen, Dunkelelfen und Skaven.

Hochelfen sind die estischen Kämpfer, während sich Dunkelelfen an Dunkler Magie erlaben. Echsenmenschen haben etwas von Orks und probieren es mit Größe. Skaven hingegen kommt es auf die Masse an.

Alle Völker haben gravierende Vor- und Nachteile die sich in der Kampagne vielseitig auswirken können. So kann schon der Bau einer Siedlung von der Ortschaft abhängen, andernfalls riskiert man eine längere Bauzeit was strategisch auch gefährlich werden kann.

Mehr Abwechslung im Kampf
Damit genügend Abwechslung herrscht haben die Entwickler allerdings an vielen Stellen angesetzt. So hat man neue Balgerungs-Layouts hinzugefügt. So muss man sich Beispielsweise durch enge Torpassagen Kämpfen um die Haupt-Ritualstädte eins Feinds zu erreichen.

Auch kann es sein das wir durch enge Gebirgspässe maschieren müssen. Hier wird es eng und die strategische Ausrichtung unserer Truppen wird umso wichtiger. Vor allem da alle Vier Kernrassen deutliche Mechaniken besitzen, die sie von der jeweils anderen Fraktion unterscheiden. Wie bei einem Stein/Schere/Papier System können entdeckte Schwachpunkte eine Schlacht entscheiden – allerdings nur wenn der Gegner nicht entsprechend reagiert.

Highlight ist jedoch die neue Weltkarte die nicht nur von den neuen Fraktionen besiedelt wird, sondern auch durch alte Bekannte. So trefft ihr hier neben den bereits angesprochenen Fraktionen noch auf Zwerge, Vampire und sogar auf Norska. Das ist deshalb erwähnenswert, da hier zuletzt Teil 1 mit einem großen Update versehen wurde. Leider hat man in Teil 2 aber noch abgespeckte Norska Krieger gegen sich und muss auf große Einheitsvielfallt verzichten. Schade!

Bin ich im Film?
Ohne wenn und aber ist die Kampagnen Aufmachung wirklich spektakulär. Die reichhaltigen Bilder die auf der Karte und in den Schlachten geliefert werden, haben immer so einen gewissen Hauch von Herr der Ringe dabei – was wirklich großartig ist. Außerdem baut sich schon nach kurzer Zeit eine gewisse Spannung auf, da Gegner uns teilsweise wirklich unter Druck setzen und wir schauen müssen, dass wir die verschiedenen Fraktionen unter Kontrolle behalten.

Der Sieg einer Runde kann über mehrere Ziele geschafft werden. Zum einen kann man einen Maelstrom übernehmen – was allerdings nur gelingt wenn man Riten abhält. Die wiederum fordern Tribute, die wir zunächst sammeln müssen und anschließend viel Aufwand. Denn mit einem Ritus hat der Gegner Möglichkeiten uns zu stören, oder ein Ritus schickt uns eine große Armee auf den Hals. Einziges Manko – die KI spielt leider bei diesen Riten nicht immer mit.

Das ist Schade, denn in den Schlachten und den eigentlich Zügen macht die KI einen ganz ordentlichen Eindruck und setzt und teils doch schon unter Druck. Das gilt vor allem wenn wir einen der höheren Schwierigkeitsgrade wählen.

So viel zu tun!
Total War Warhammer 2 zeigt sich wirklich umfangreich. Ob wir uns nun als Kriegsherr probieren, Riten durchführen, Stellungen und Provinzen einnehmen oder taktisch unseren Reichtum ausbauen. Es gibt nahezu unendlich viel zu tun auf einer riesigen Weltkarte. Daher ist es fast unmöglich in einem Test alle Facetten dieses Spiels zu nennen, was definitiv ein Zuspruch für alle RTS Fans ist, Total War Warhammer 2 auszuprobieren!

Technik
Und dabei ist Total War Warhammer 2 auch noch sehr gut umgesetzt. Das Artdesign, die vielen Animationen, die vielen Zwischensequenzen – all das wirkt richtig gut! Atmosphäre ist also mehr als gegeben. Dazu gibt es noch eine dichte Soundkulisse, passende musikalische Untermalung und vieles mehr.

Fazit: Total War Warhammer 2 hat mich als RTS Liebhaber vollends überzeugt. Ich hoffe ich konnte dies in diesem Test etwas wiederbringen. Tatsächlich hab ich mich nämlich etwas schwer getan diesen Test zu verfassen, da man bei solch einem komplexen Spiel schwierig einen Anfang findet. Selbst die Frage wo die Knackpunkte sind, sind nicht so einfach zu beantworten. Total War: Warhammer 2 ist ein Monster von einem Strategiespiel und bildet viele Facetten ab. Jeder Spieler muss ein wenig seinen Weg finden dieses Spiel zu spielen. Hat man aber erstmal seine Spielart gefunden, hat man schnell einen gewissen Machtfaktor auf seiner Seite, der in einer solch reichhaltigen Welt wirklich viel Unterhaltung bietet.

Kaufempfehlung: Ja – RTS Fans sollten unbedingt zugreifen!

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