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Lords of the Fallen im Test

Autor des Artikels: Steven Wilcken

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Lords of the Fallen war lange Zeit ein unbeschriebenes Blatt. Optisch? Gut! Spielerisch? Wie Dark Souls? Nur ein Clone? Fragen über Fragen, welche der Community bis zum Launch nicht richtig beantwortet wurden. Ob es letztlich etwas geworden ist verrät euch nun aber unser Test!

[b]Der unscheinbare Held[/b]
Lords of the Fallen beginnt etwas ruppig. Ähnlich wie in Dark Souls 2 werden wir mitten in eine Welt geworfen, die wir vorab wenig kennenlernen dürfen. Hier heisst es friss oder stirb. So dauert es keine 5 Minuten bis sich die erste Monster uns in den Weg stellen. Die sind auch nicht mal einfach umgehauen, sondern möchten von uns, dass wir bestenfalls das Block, Count System von Lords of the Fallen von Anfang an beherrschen. Eine kleine Einleitung gibt es aber dennoch, denn für die ersten Versuche nimmt man die Geschwindigkeit aus den Szenen und sagt uns, zu welchen Zeitpunkt wir welchen Knopf drücken sollte, um möglichst effektiv die Gegner zu blocken oder auseinander zu nehmen.

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[b]Einfach zu lernen, schwierig zu meistern[/b]
Während wir dann bei normalen Mobs weniger ein Problem mit dem etwas unmobilen Helden haben, werden wir recht schnell eines Besseren belehrt. Direkt am Anfang ist es unsere Aufgabe einen Schlüssel zusammen zu setzen, der von diversen Untoten bewacht wird. Haben wir nach rund 10 Minuten diesen Schlüssel zusammen, geht es direkt zum ersten Endgegner. Und genau hier lernt man, dass man mit einfachen „Knopfdrücken“ nicht weit kommt. Wer Endgegner besiegen will muss seine Aktionen genau planen und ausführen. Andernfalls nehmt ihr zu viel Schaden und der Gegner zu wenig schaden. Ein Problem!

[b]Die Art des Steuerns[/b]
Tatsächlich war hier auch erstmal Schluss mit dem Test. Denn trotz gefühlten 30 Minuten des Probierens, wollte dieser Gegner nicht fallen. Das eigentliche Problem, dass uns das Spiel machte, waren die langsamen Bewegungen des Helden. Denn wenn ihr schlagt oder ausweicht, könnt ihr nicht wie bei manch anderen Spiel schnell mal zu einer anderen Aktion wechseln, sondern müsst die 2-3 Sekunden warten, in der diese Aktion ausgeführt wird. Entsprechend spielt sich Lords of the Fallen weniger Actions-Lastig, als vielmehr Taktik-Lastig. Nur wer ein gutes Gefühl dahin entwickelt, die Schläge, Blocks und Ausweich-Rollen gut zu Timen, der hat eine Chance. Auf der anderen Seite sind die Möglichkeiten die uns das Spiel gibt mächtig. Wer den Kniff raus hat, hat anschließend kaum noch ein Problem mit den Gegnern. Dies und nichts anderes haben die Entwickler ja auch mit Lords of the Fallen versprochen.

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[b]Balance der Klassen[/b]
Dennoch gibt es Grund zur Kritik, denn wirklich fair ist Lords of the Fallen nicht. So kann es schon entscheidend sein, welche Klasse ihr zu Beginn eures Abenteuers wählt. Es fehlt eine ausbalancierte Harmonie zwischen den Klassen. Der Schurke zum Beispiel ist deutlich zu agil, hält aber nicht duetlich weniger aus als der schwer gepanzerte Paladin. Hier sollte mit Patches noch nachgebessert werden.

[b]Flache Welt – gute Technik[/b]
Tatsächlich wird die Welt auch mit dem Spielverlauf nicht wirklich interessanter. Es gibt hier und da zwar NPC`s. Allerdings bleiben sie alle blass. Alles wirkt austauschbar. Eine große Geschichte erzählt uns Lords of the Fallen nicht. Das ist schade, denn der Soundtrack ist durchweg gut! Auch die Sprecher sind qualitativ gut gewählt. Aber vor allem die Grafik wurde wirklich sehr gut umgesetzt. Selten hat man zuvor solch detaillierte, Dungeon-Gemäuer betreten. Das sieht richtig gut aus!

http://www.youtube.com/watch?v=03cTyivTzOU

Fazit: Zugegeben, wirklich weit sind wir mit Lords of the Fallen noch nicht gekommen. Das Spiel ist bockenschwer. Wer sich darauf einlässt sollte dies wissen. Ähnlich wie Dark Souls 2 müsst ihr hier die Steuerung genau erlenen und die Tricks gegen die schweren Bosse anwenden. Nur wer ein guter Strategie ist und gutes Timing beweist, wird die „Lords of the Fallen“ tatsächlich zum Fallen bringen. Wer eine Herausforderung sucht ist hier genau richtig!

[+] Geniale Optik
[+] Faire aber Schwere Kämpfe
[+] Waffen, Fähigkeiten Upgrades
[+] Verschiedene Klassen
[+] Bosse mit verschiedenen Phasen
[-] Ungleichgewicht zwischen Klassen
[-] Welt, Geschichte, Held bleiben blass.