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Entwickler tendieren mehr zu Indie

Autor des Artikels: Steven Wilcken

In den letzten Wochen haben wir hier ja sehr viel über Onlinezwang, DRM, Spielekultur, Raubkopien und so weiter, diskutiert. Tatsächlich blieb unterm Strich immer eine sehr gespaltene Meinung über die gescheiterten Pläne Microsofts. Ein heute veröffentlichtes Interview gibt aber mal wieder ein wenig Einblick, wie limitiert und streng die große Spielebranche aber tatsächlich ist. Denn laut diesem Interview versuchen immer mehr Entwickler-Studios aus der AAA Produktion auszusteigen und sich lieber auf Indie-Titel zu konzentrieren. Alles was bei großen Publishern noch zählt ist Gewinnmaximierung für die Anteilseigner.

Das Interview wurde übrigens mit Oddworld-Erfinder Lorne Lenning geführt.


Zitat

“Jeder Spiele-Entwickler den ich kenne und der immer noch Triple-A Retail Spiele macht, versucht einen Weg zu finden, da raus zu kommen. Diese Deals werden einfach immer schlimmer und schlimmer, obwohl die Erwartungen an den Umsatz immer höher und höher werden.”,

“Sich abzuackern wird immer teurer und die Erfolge immer kleiner. Deswegen haben wir uns dazu entschlossen, eine Zeit lang nicht mehr mitzuspielen, bis wir unsere Spiele digital machen und ein eigenes Geschäftsmodell aufbauen konnten. Es funktioniert, es wird neuer Content finanziert.”

“Es wäre schön, mal wieder bezahlt zu werden. Das ist mir eine Zeit lang nicht mehr passiert. Es fließt alles in das Produkt.”

“Wenn Teilhaber wichtiger sind, als die Kunden, wie lange wird dein Geschäft dann überleben? Vertrauen ist die gefährdetste Handelsware überhaupt, es ist die seltenste Handelsware, heutzutage.

Man muss Fragen auf eine höfliche Art beantworten, selbst wenn es nicht das ist, was die Leute gerne hören würden. Man muss sagen ‘Wisst ihr was? Ihr habt recht, wir haben es so versaut, oder wir haben es so versaut, aber so ist es jetzt nun einmal, und deswegen tun wir das, wir versuchen das zu erreichen.”

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