Final Fantasy 12: The Zodiac Age im Test.

Final Fantasy 12: The Zodiac Age im Test.

Wir hatten Gelegenheiten uns Final Fantasy 12 als Neuauflage für PS4 mit Unterittel „The Zodiac Age“ anzuschauen. Lohnt sich der Ausflug in das Abenteuer erneut oder möchte man hier den schnellen Euro verdienen? Wir klären das im Test!

Der Weg zum heutigen Final Fantasy
Final Fantasy 12 erschien erstmals 2006 und war damals ein Umbruch für die Serie. Man brach mit Rundenbasierten Kämpfen. Monstern sah man erstmals auf den Karten. Und auch die Story blieb nicht jedem Spieler in bester Erinnerung. Funktioniert das Konzept heute besser wo sich Spieler schweren Herzens an die Neuerungen im Final Fantasy Universum gewöhnt haben?

Grafisch hat sich auf jeden Fall etwas getan. Natürlich kann diese nicht mit dem aktuellen Final Fantasy mithalten. Vergleicht man allerdings das Original mit dem Remaster, lassen sich tatsächlich gravierende Unterschiede feststellen. Vor allem die Texturen sind nun deutlich schärfer und sorgen so für ein deutlich schärferes Gesamtbild. Allerdings bleiben viele Szenarien trist und Leer. Und auch wenn die meisten Texturen überarbeitet wurden, findet man hier und da noch verwaschene Panoramen. Hinzu kommt, dass die Helden auf den alten 3D Modellen basieren so eher Kantig, wirken und modernenModellen nicht das Wasser reichen können. Auch wurde leider keine nahtlose Welt erschaffen. Wie im Original müsst ihr weiterhin mit kleinen Ladepausen zwischen den Abschnitten leben.

Allerdings wird viele Westliche Spieler schon allein der Umstand erfreuen, dass es sich bei dem Final Fantasy 12 Remaster um ein japanisches in 2007 erschienene verbesserte Version handelt, die in dieser Form niemals in unserer Region erschienen ist. Mit dabei ist zum Beispiel das Zodiac Job System und der Prüfungsmodus.

Wundervolle Soundkulisse
Den größten Sprung hat jedoch der Sound gemacht. Die ohnehin schon wundervolle Klangkulisse des Originals wurde komplett neu von einem Orchester eingespielt und hört sich nun wundervoll an! Außerdem wird Dolby 7.1 Unterstützt, womit der Sound noch realistischer aus den Boxen kommt. Ein wahres Klangerlebnis! Leider könnt ihr im Gegensatz zum ganz neuen Final Fantasy allerdings keine deutsche Sprachausgabe erwarten und müsst euch mit übersetzungstexten zufrieden geben.

Immerhin dürft ihr jedoch zwischen englischer und japanischer Sprachausgabe wechseln.

Das Zodiac System
Die größte Neuerungen für westliche Spieler ist das Zodiac System. In der Ursprungsversion mussten sich alle Helden ein Brettsystem teilen, bei dem man gesammelte Erfahrung in neue Fähigkeiten, Zauber und Ausrüstung stecken konnte. Schnell führte dies aber dazu, dass alle Helden sich ähnlich im Kampf verhalten haben und theoretisch alle Skills lernen konnten. Dies führte zum eintönigen Kampf.

Dank des Zodiac Systems wurden den Partymitgliedern individuelle Bretter zugeteilt und jeder Held darf maximal noch zwei Jobs lernen. Dadurch werden Kämpfe strategischer und man muss sich tatsächlich mehr Gedanken über den richtigen Einsatz machen.

Stellt ihr dann noch das GambitSystem vernünftig ein, könnt ihr euch sehr taktischen Kämpfen stellen bei der eure Truppe eine perfekte Kombination gegen die Gegner darstellt. Ein befriedendes Gefühl! Kurz erkärt – das Gambit System lässt uns wählen welche Rolle unsere Gruppenmitglieder ausführen sollen.

Komfortoptionen und mehr
Neu hinzugekommen sind auch einige Komfortoptionen, die euch nun flotter die Karte öffnen lassen, die dann transparent dargestellt wird. Dank einer automatischen Speicherfunktion kommt auch weniger Frust bei dem Spieler auf. So spielt sich das ganze flotter und angenehmer. Da bei dem Wechsle zwar noch Ladezeiten vorhanden sind, diese aber flotter gehen, kommt so ein schnelleres Gameplay auf. Sterbt ihr müsst ihr euch nicht mehr durch komplette gebiete kämpfen, sondern nur noch durch wenige Übergänge.

Wie in alten Final Fantasy Teilen komm man teils um Grinding nicht herum. Immerhin haben die Entwickler den aus Final Fantasy 7 für PS4 bekannten Turbomodus eingefügt, mit dem ihr den Prozess deutlich verschnellern könnt.

Das Balancing wurde darüber hinaus komplett überarbeitet. Während Bossgegner gefühlt mehr Aufmerksamkeit erfordern und nicht mehr so einfach mit einfachen Angriffen aus der Bahn zu bringen sind, lassen sich „einfache“ Gegner leichter besiegen.

Die Ultimative Herausforderung könnt ihr euch über das Prüfungs-System holen. In dem Modus warten 100 Kampfherausforderungen auf euch, die auf jeden Fall eine Menge taktische Planung voraussetzen. Die Kontrolle über das Gambitsystem ist da pflicht.

Fazit: Final Fantasy 12: The Zodiac Age ist ein wundervolles Remaster-Paket für Final Fantasy Fans die in alten Erinnerungen schwelgen möchten. Zwar gilt Final Fantasy 12 bis heute als eines der schwächsten Final Fantasy Ableger, dennoch ist Final Fantasy 12 im Remaster, vor allem dank der zahlreiche Verbesserungen, ein spannendes Spiel. Grade für die Sommerflaute habt ihr so genügend Stoff um zahlreiche Spielstunden vor der Konsole zu sichern.

Kaufempfehlung: Ja! Rollenspielliebhaber sollten zugreifen!

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