Tekken 7 im Test.

Tekken 7 ist seit einigen Tagen im Handel erhältlich. Wir hatten die Gelegenheit uns den neuen Prügler anzuschauen. Schafft Tekken den Sprung auf die nächste Generation oder verliert man gegen die starke Konkurrenz in Form von Mortal Kombat, Injustice 2 und co aus dem Westen? Wir klären das im Test!

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Faszination seit den 90zigern
Tekken hat natürlich einen großen Vorteil. Viele Spieler kennen das Spiel seit den 90ziger Jahren. Als altwürdiger Mitstreiter hat man so natürlich schon einmal einen Sympatie-Bonus. Hinzu kommt – dass man von Tekken wohl auch ein wenig Tradition erwartet. Und genau hier setzen die Entwickler auch an und liefern und ein Spiel, bei dem sich Tekken Kenner von der ersten Minute wohl fühlen. So sind die Spezial-Moves bekannter Charaktere wieder einmal gleich belegt und man setzt nur ein wenig Neuerungen an.

Beispielsweise sind aus einem Kader von rund 34 Charakteren, grade einmal 8 neue Kämpfer dabei. 2 dieser Acht Kämpfer wiederum sind Gastauftritte anderer IP’s, darunter Akuma aus Street Fighter. Namco Bandai durften den bekannte Street Fighter Charakter nutzen, da beide Firmen vor Jahren einen Deal ausgehandelt hatten, dass man gegenseitig Charaktere nutzen darf. Capcom nutzte schon lange die Chance und brachte ein spezialisiertes Spiel „Street Fighter X Tekken“ auf den Markt. Ähnliches plant auch Namco Bandai im umgekehrter Form schon länger – allerdings blieb es bislang nur bei dem Versprechen. Mit Akuma hat man nun wenigstens schon einmal eine Idee wie sich das ganze anfühlen könnte. Darüber hinaus gibt es eine Mixtur neuer Charaktere. Ein Araber namens Shaheen richtet sich vor allem an Anfänger. Mit Josie Ziral erhält Ling Xiaoyu ein weibliches Äquivalent. Und mit Lucky Chloe versuchen die Tekken Entwickler eine Exotin neu einzuführen.

Nur kleine Neuerungen
In der Bewertung von Tekken 7 werden sich viele schwer tun. Während ein großer Teil von Spielern sagen wird, dass die Tradition fortgesetzt wird und sich auf Anhieb wohl mit Steuerung und Neuerungen fühlen, wird ein große Teil der Spieler entgegen halten, dass Namco Bandai die Chance verpasst hat Tekken 7 in eine moderne Bahn zu lenken.

Zwar hat man nun auch einen Wut Modus eingebaut, mit dem sich auch Super Attacken ausführen lassen. Der wird ausgeführt, wenn Charaktere nur noch wenig Leben haben. Da Spezialattacken bei der Ausführung gut Sichtbar sind, lassen diese sich relativ einfach blocken. Andererseits kann bei einem unachtsamen Moment ein solche Move eben nochmal das komplette Match drehen. Zeitgleich macht man im Wut Modus mit einigen Angriffen aber auch mehr Schaden – was eine taktische Note ins Spiel bringt. Nutze ich Wut für starke Angriffe mit großer Gefahr geblockt zu werden, oder nutze ich den Extraschaden in der Hoffnung meinen Gegner noch aufholen zu können?

Aber auch so gibt es ein paar kniffe die Tekken 7 anders macht. So lassen sich Rage Art Spezialattacken mit einem Knopfdruck ausführen. Es gibt neue Power Crusher – starke Combos die mittlere und starke Angriffe abwehren können.

Reichlich Inhalt für Langzeitmotivation
Das wichtigste ist jedoch, dass die Entwickler sich viele Gedanken zu Inhalten gemacht haben. So macht man nicht denselben Fehler wie Street Fighter 5 und verzichtet und Basismode’s wie den Arcade Mode. Spieler können offline einsteigen und komplett spielen und sich Belohnungen verdienen. Interessanter wird aber der Trasure Hunt Modus, bei dem wir etwas schneller an die zu sammelnden optischen Änderungen kommen. Davon gibt es nämlich für Charaktere und für das GUI einiges zu sammeln. Auf Mikrotransaktionen verzichtet man bislang komplett. Sehr gut!

Natürlich gibt es auch eine Story Kampagne, die allerdings aufgrund ihrer sehr japanischen Machart geschichtlich kein Highlight für westliche Geschmäcker darstellen sollte. Allerdings merkt man, dass Namco Bandai hier viel mühen investiert hat, da man die Geschichte mit Hilfe von CGI Sequenzen und Ingame-Animationen erzählt. Natürlich darf man aber auch Online spielen wo bis zu 8 Leute ebenfalls in verschiedenen Modi gegeneinander antreten können.


Technik stark
Eine gute Entscheidung dürfte auch die Anbindung der Unreal Engine 4 sein. Wo sonstige Tekken Ableger oft Probleme mit der Darstellung haben, wirkt Tekken 7 dank der vielen Partikel-Effekte und Licht und Schatten Effekt richtig Spektakulär. Zwar könnten Charakterdesign und Animationen noch mehr feinschliff erhalten, unterm Strich sieht Tekken 7 aber richtig gut aus.

Gepaart mit der langjährigen Tekken Tradition die in Tekken 7 wieder aufgegriffen wird dürften Fans und Neulinge durchaus zufrieden sein und viele Stunden in Tekken 7 verbringen können.

Fazit: Tekken 7 hat uns im Test Spaß gemacht. Ich gehe sogar soweit, dass es ein richtig gutes Kampfspiel geworden ist. Tekken 7 hat allerdings ein Problem – das ist die starke westliche Konkurrenz. Das schon etwas ältere Mortal Kombat XL zeigt wie Abwechslungsreich man Kampfspiele gestalten kann. Getoppt wird dies aktuell jedoch durch Injustice 2 – dass nochmal viel tiefer greift.

Unterm Strich bleibt es daher Geschmackssache für welche Prügelspiel man sich entscheidet. Aktuell tendiere ich mehr zu Injustice 2 und werde Tekken 7 nachholen, wenn Injustice 2 keinen Reitz mehr ausstrahlt.

Jedoch wird es auch viele geben die genau die Gegenteilige Meinung vertreten. Testet am besten beide Kampfspiele – oder wenn es das Budget hergibt – kauft beide. Bei beiden handelt es sich um gute Kampfspiele!

Kaufempfehlung: Ja greift zu!

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