Prey im Test.

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Prey im Test.

Prey ist seit einigen Tagen erhältlich und möchte als eigenständiges Spiel gesehen werden. Und tatsächlich – mit dem ursprünglichen Prey hat das Ganze nicht mehr so viel zu tun. Ist es trotzdem gut oder gibt es nur Mittelmäßige Kost? Wir verraten es im Test.

Aliens breiten sich aus
In Prey führt es uns auf die noch bewohnte Weltraumstation Talos 1. Die wurde nicht ohne Grund geschaffen und sollte eigentlich dafür dienen die sogenannten Typhon Aliens zu erforschen. Doof nur, dass die Aliens während einiger Experimente ausbrechen und plötzlich die komplette Raumstation verseuchen.

Mittendrin sind wir als Protagonist und versuchen quasi das beste aus der Situation zu machen. Entsprechend diesem Credo ist Munition Mangelware. Und wir müssen sehr kreativ darin sein, wie wir die recht flinken Aliens letztlich ausschalten.

Bioshock vs Prey
Arcane scheint dabei Gefallen an der BioShock Reihe gefunden zu haben. Denn hier und da fühlt man sich immer wieder an diese besondere Spielereihe erinnert. Das fängt zum Beispiel schon dabei an, dass unser Protagonist Fähigkeiten besitzt und diese über Skillbäume ausbaut. Dabei skillen wir aber nicht nur stumpf bestimmte Skillbäume ab und werden so immer stärker, sondern müssen uns sogar auf die Suche nach neuen Fähigkeiten begeben.

So können wir nämlich durch das stupide Scannen von Aliens Fähigkeitenbäume finden, die uns am Ende neue Fähigkeiten verschaffen. Die nötigen Voraussetzungen müsst ihr natürlich auch mitbringen. Allerdings lohnt sich der Aufwand, denn grade mit den Alienfähigkeiten bekommen wir zunehmend Zugang zu Arealen, in die wir vorab noch nicht konnten. Besonders nützlich ist dafür zum Beispiel die sogenannte Mimic Fähigkeit, mit der wir uns in Gegenstände verwandeln. Gleichzeitig ist die Fähigkeit aber auch unser grauen, denn auch Aliens können sich tatsächlich in jeden Gegenstand verwandeln und so ist es immer ein kleiner Nervenkitzel, was uns in unbekannten Räumen erwartet.

Hektik mit Taktik lösen
Allgemein baut Prey eine ziemlich finstere Atmosphäre auf, die durch die Dichte Soundkulisse noch intensiver wird. Es gibt immer wieder Momente wo man erschrocken aufschreckt, flieht und krampfhaft versucht irgendwie die bösen Aliens aufzuhalten. Leider ist das nicht immer von Erfolg gekrönt, denn immer wieder kommen wir in Situationen die auf die ersten Blicke ziemlich Auswegslos erscheinen.

Gleichzeitig ist das aber auch wieder ein Clou von Prey, denn wir haben dank unserer Fähigkeiten und der experimentellen Waffen eine ganze Menge Möglichkeiten, ziemlich mächtige Kombinationen zu schaffen. Das Problem – damit alles klappt müssen wir für bestimmte Voraussetzungen sorgen und das erfordert wiederum von uns, dass wir zum einen genau unsere Waffen und Fähigkeiten kennen und zweitens das nötige Vorstellungsvermögen mitbringen um diese Kombinationen zu finden und richtig anzuwenden. Schafft man dies allerdings ist es unheimlich befriedigend zu sehen, dass ein Plan so perfekt aufgehen kann. Wundervoll!

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Aufmachung
Über die dichte Soundkulisse hatten wir ja schon kurz gesprochen. Die ist wirklich grandios gelungen! Allerdings schafft es Prey nicht in jeder Hinsicht mit der wundervollen BioShock Reihe mitzuhalten, denn grade bei der Geschichte und den Charakteren schwächelt Prey etwas. Nicht dass alles schlecht wäre, aber diese Kniffe, die BioShock in Sachen Story-Telling und Charakteren immer so besonders gemacht hat, schafft Prey nicht aufzubauen. Abseits der gelungenen Kämpfe bleibt Prey daher ein wenig blass, was tatsächlich sehr schade ist!

Auf der anderen Seite ist der Schauort Talos wirklich beeindruckend. Dank der CryEngine sieht die Raumstation in weiten Teilen sehr Spektakulär aus. Wenn wir mit Hilfe von Technik sogar die Raumstation verlassen und im Weltall schweben macht einen das diese Situation bewusst, in der sich dieser Charakter befindet und ist beeindruckend. Gleiches gilt für den gelungenen Start, der uns eine epische Reise verspricht. Leider gibt es so „Wow“ Effekte am Ende jedoch zu wenig. Vor allem das Ende hat uns ein wenig enttäuscht, das müsst ihr jedoch selbst erleben.

Craften was das Zeug hält
Am Ende motiviert Prey zwar nicht durch Story-Telling, dafür aber mit einem ausgeklügelten Sammel und Fortschrittsystem. Überall warten kleinere Aufgaben auf uns, die immer wieder Spaß machen und uns Ressourcen und mehr bringen. Die wiederum nutzen wir um an bestimmten Ressourcen Material zu Recyceln. Das wiederum nutzen wir zum Bau von neuen Items, die in Kombination mit Waffen und anderen mächtige Vorteile ergeben (wie oben schon erklärt).

Und da wir wirklich überall auf neue Dinge stoßen und auch in jedem Raum jede Menge Items zu sammeln sind, möchte man im Verlauf des Spiels alle möglichen Räume möglichst reinlich durchsuchen umso am Ende immer genügend Material für den Fortschritt von Prey zu haben.

Fazit: Prey hat am Ende viele Sonnen und Schattenseiten gehabt. Aber auch ohne großes Storytelling, sowie kleineren technischen die je nach Plattform unterschiedlich stark ausfallen, bleibt Prey ein ganz besonderes Spiel, das zeigt wie eine gut durchdachte Spielmechanik aussehen sollte.

Sollte Arcane die Mittel bekommen an einem Nachfolger zu werkeln oder zukünftig „ähnliche“ Projekte angehen, wünschen wir uns aber durchaus mehr Wert in Sachen Story-Telling und Charakterzeichnung. Das könnte solch dichte Settings nämlich noch den letzten Schliff geben!

Unterm Strich ist das alles aber Meckern auf hohem Niveau, denn Prey hat uns sehr gut unterhalten. Wer ein echtes Spiels sucht, bei dem ihr probieren, sammeln, werkeln und euch verbessern könnt, der wird mit Prey mehr als glücklich!

Kaufempfehlung: Ja greift zu!

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