Sniper Elite 4 im Test.

Sniper Elite 4 im Test.

Wir durften eigentlich schon vor dem offiziellen Release von Sniper Elite 4 in das Spiel schauen. Dennoch haben wir es nicht geschafft eine abschließende Meinung bis zum Launch des Spiels zu finden und haben uns lieber Zeit gelassen. Doch nun ist es soweit! Hier ist nun unser Test.

Alte Schwächen, neue Highlights!
Wer die Serie Sniper Elite kennt, der weiss auch dass die Serie seit Jahren ein paar Dinge richtig gut macht, andere Dinge wiederum nicht so gut. Zu den Highlights gehört ohne Frage die brutale Kill-Cam, der Ko-op und die taktische Note die Sniper Elite schon immer bietet. Wiederum zu den schwächen gehörten bislang die KI, viele Skill/Upgrade Ideen die Potential hatten in der Umsetzung jedoch scheiterten, sowie die meist sterile Umgebung die vielfallt vermissen lassen hat.

Ein Teil dieser Schwächen ist man mit Sniper Elite 4 nun endlich angegangen! Aber nicht nur Schwächen hat man verbessert. Gleichzeitig hat man auch die Stärken noch besser gemacht, weshalb sich hier schon mal unterm Strich sagen lässt, dass Sniper Elite 4 bisher der beste Ableger der Serie ist!

Kill-Cam Erweiterung
Zunächst zum absoluten Highlight. Der Kill-Cam. Wer bislang noch nicht mit Sniper Elite in Kontakt gekommen ist, dem sei die Kill-Cam erklärt. Dabei handelt es sich um eine Funktion die uns detailliert zeigt wie Schüsse in den Gegner eindringen und gewisse Körperregionen, Organe, Knochen und co zerfetzen. Das ist zwar Brutal, gibt aber ein enorm gutes Feedback darüber wie Präzise unsere Schüsse waren und ist damit Einzigartig, da dies in dieser Form kein anderes Spiel macht!

Auch in Sniper Elite 4 ist dieses einzigartige Stilmittel wieder mit dabei und wurde dort sogar noch erweitert. Neben der nochmal erweiterten Darstellung der Treffer und den daraus resultierenden Tod des Gegners, hat man noch Nahkampfangriffe und Granatexplosionen mit hinzugenommen und zeigt wie durch diese Angriffe der Gegner geschädigt wird.

Endlich eine KI die den Namen (meistens) verdient
Großer Kritikpunkt war in älteren Sniper Elite Spielen immer die Gegner KI. Zu oft konnte man sich an den Gegner vorbei schleichen, ohne dass diese etwas mitbekommen haben. Andererseits konnte man oft Kollegen ausschalten, ohne dass patrollierenden Soldaten dies bemerkt hätten. Es gab viele kleine Elemente, die bei Sniper Elite nie komplett gegriffen haben.

Mit Sniper Elite 4 hat man hier kräftig erweitert und hat nun einige neue Mechaniken eingebaut, die uns als Spieler tatsächlich das Gefühl vermitteln, dass Gegner auch wirklich bedrohlich sind. Gegner entdecken uns viel wahrscheinlicher – oft sogar zu wahrscheinlich und schon aus weiter Ferne. Außerdem gibt es neue Gegnertruppen, die Verstärkung rufen oder sogar einen Luftschlag anfordern können. Auch wird entdeckt wenn wir mal einen Kollegen ausschalten und Wachen sind fortan noch wachsamer. Sehr schön!

Größere Welt, NPC’s, Nebenaufgaben und vieles mehr
Neben diesen elementaren Spielelementen die Rebillion tatsächlich wunderbar geglückt sind hat man aber auch die Welt erweitert. Das neue Italien ist viel weitläufiger als die Kargen Wüsten des Vorgängers. Auch hat man sich mehr Mühe gemacht auf Details zu achten. So können wir viel mehr die Umgebung einspannen, Gegner durch gezielte Fehlschüsse verwirren oder sogar die Umgebung für Kills einbeziehen. Das sorgt automatisch dafür, dass man sich viel mehr mit seinen Möglichkeiten und Waffen auseinander setzt und so auch automatisch viel mehr Spaß in Sniper Elite 4 hat!

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Verstärkt wird diese Wirkung sogar noch dadurch, dass wir durch das Nutzen bestimmter Waffen und erfüllen bestimmter Aufgaben eine Art Checkliste abharken können. Haben wir einige gesammelt gibt es Waffenverstärkungen. Auch können wir mit neuen Skills neue Fähigkeiten freischalten, allerdings sind viele davon nicht wirklich nützlich wodurch man viel Potential verschenkt hat.

Gut gefallen hat uns wiederum, dass man neben den Hauptaufgaben nun auch einige kleine Nebenaufgaben erhält, die man erfüllen kann, allerdings nicht muss. Meist bezieht sich das ganze darauf etwas zu finden und ist damit recht einfach gehalten. Aber es ist eine nette Abwechslung zu den großen Hauptaufgaben.

Alles Super? Leider nein…
Keine Frage. Sniper Elite 4 ist das bislang mit Abstand beste Sniper Elite das wir spielen durften. Und auch so muss sich Sniper Elite 4 nicht verstecken, da die richtig Elemente genutzt werden um spaßige Shooter-Mechaniken zu bieten die über Tage beschäftigen können. Auch dank der Möglichkeit alles zu zweit in Ko-op zu spielen wird der Effekt noch stärker!

Allerdings setzt man weiterhin auf die alte Engine, die schon im letzten Ableger grenzwertige Ergebnisse liefert. Spätestens nun bei Sniper Elite 4 sieht man wie weit abgehängt Rebellion mit der Engine gegenüber der harten Shooter Konkurrenz ist. Außerdem verzichtet man auf große epische Geschichten und lässt das Spiel vor sich hin dudeln.

Fazit: Sniper Elite 4 hat uns unterm Strich wirklich gut gefallen. Am Ende des ganzen Tests bleibt festzuhalten, dass Sniper Elite 4 ein wirklich gutes Spiel geworden ist das durchweg unterhält. Allerdings gibt es weitere Baustellen für Entwickler Rebillion. Zum Beispiel die echt in die Jahre gekommene Optik oder tiefer greifende Talentbäume die tatsächlich einen großen Eingriff in das Spiel zeigen und uns so noch ein besseres Fortschrittsgefühl geben.

Und obwohl und Sniper Elite 4 gut gefällt, kann man den Kauf nicht bedingungslos empfehlen. Das Problem ist der umkämpfte Markt. Erst vor wenigen Wochen sind wirklich große Shooter veröffentlicht wurden, die für den selbst Preis eben Fortschrittlicher sind.

Unterm Strich bleibt es ein Frage der Preoritäten. Möchtet ihr einen taktischen Shooter haben, den ihr im Ko-op mit einem Kumpel Spielen möchtet? Dann greift bitte zu, ihr werdet viel Spaß haben! Sucht ihr einen fordernden Online-Shooter oder eine Abwechslungsreiche Welt mit moderner Technik? Dann seid ihr in Sniper Elite 4 eindeutig falsch!

Kaufempfehlung: Jaein – seht das Fazit!

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