WRC 5 im Test

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WRC 5 im Test.

Wir haben uns WRC 5 angeschaut und müssen gleich ausdrücken, dass WRC 5 der bislang schlechteste Ableger der Serie ist. Das ist Schade, denn gute Ideen sind da. Genaueres in unserem Test.

Ab auf die Piste
Eigentlich war die Freude groß, als WRC 5 im Briefkasten lag. Ganz ohne Wunsuch hatte man das Spiel unserer Redaktion zukommen lassen. So viel Offenheit von der PR Agentur? Kommt da ein großer Racer auf uns zu? Um die vorherigen Ableger hatte sich immer Milstone gekümmert. Mittlerweile bekannt für zahlreiche Umsetzung von Motorad Racern wie Rider oder Moto GP. Allerdings kam man bei Milestone niemals über die Mittelmäßigkeit hinaus. Im Renngenre Fatal, denn die Konkurrenz ist stark. Sollte es der neue französische Entwickler Kylotonn besser machen?

Mit dieser Frage im Gepäck wurden wir schon im ersten Rennen schnell wieder in Realität geholt. Denn wer die Racer der letzten Monate gespielt hat, der fühlt sich bei WRC 5 nicht grade wohl. Irgendwie will die Fahrphysik und die Steuerung nicht ganz miteinander harmonieren. Das Auto reagiert immer anders, als man es zunächst vermutet. Klar – das kann man lernen und sich anpassen. Ein Mariokart ist nun auch nicht für seine Fahrphysik-Simulation ausgezeichnet wurden, sondern für den Spaß am Spiel.

Das Problem bei WRC 5 ist aber, dass man dem Spiel auf der einen Seite ein sehr ernstes Outfit anzieht und auf der anderen Seite diesen Simulations-Faktor nicht weiter umsetzt.

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Technische Probleme
Hinzu kommen schlimme technische Probleme, denn das Spiel möchte einfach nicht flüssig laufen. Immer wieder bricht die Framerate ein und das obwohl die Grafik nicht sehr aufwendig ist. Auch die Soundtechnische Umsetzung will irgendwie nicht überzeugen und klingt eher peinlich und eines Next-Gen Racing-Spiels nicht würdig…

Gute Ansätze
Und das ist Schade, denn WRC 5 hat einige richtig gute Ideen. So hat WRC 5 ein sehr flexibles Schadensystem, bei dem einzelne Bereiche des Autos Schaden nehmen können. Und das soweit, dass diese Bereiche ausfallen können. Dazu gehört die Karosserie, Bremsen, Schaltung, Motor und einige andere Dinge. Und da jedes dieser Dinge ausfallen kann, ist die motivation hoch, immer auf der Strecke zu bleiben und möglichst wenig Schaden am Auto zu bekommen.

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Das ist vor allem auch deshalb wichtig, da man nur eine bestimmte Anzahl an Zeit hat um Schäden zu reparieren. In jeder Etappe darf ein Team nicht mehr als 45 Minuten am Auto schrauben. Zwar hat man die Möglichkeit dies zu überziehen, bekommt dann aber eine Strafe. Allerdings kann dies auch eine taktische Note sein, denn wenn man einen gewissen Vorsprung hat, dann kann man diese Strafe vielleicht in Kauf nehmen.

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Keine Ki, sondern Skalierung am eigenen fahrer
Allerdings ist das alles wieder hinfällig, da das Spiel anscheinend keine ernste KI hat. Statt den Fahrern eine halbwegs vernünftige KI zu verpassen, so dass die ein oder andere Herausforderung entsteht, scheint man das Fahrverhalten der NPC´s eher an der Zeit des Spielers auszurichten. Ich kam durch einen anderen Artikel darauf, dass die Fahrer nicht ihre Strecke abfahren, sondern tatsächlich auf den Spieler warten, wenn dieser eine Pause macht. Dies bedeutet, dass fahrer ausgebremst werden, wenn ich schlecht fahre. Oder eben schneller gemacht werden, wenn ich ganz vorne bin. Mit wirklichen Talent hat das ganze nichts zu tun und ist ein vernichtendes Kriterium für ein Racing-Spiel.

Fazit: WRC 5 sollte vermutlich ein günstiger Racer werden, der auf einer soliden Lizenz basiert (der WRC). Doch all das Lizenzing bringt nichts, wenn man an irgendeinem Punkt in der Entwicklung nicht mehr an der Balance des Fahrerverhaltens arbeitet, sondern einfach Mechaniken einbaut, die nur simulieren, dass ihr euch in einre Herausforderung befindet.

Mir wiederstrebt der Gednake, dass ich so gut oder so schlecht fahren kann wie ich möchte und letztlich die Gegner doch nicht weit von mir entfernt liegen. Wo bleibt da der Wettkampf-Geist? Wer dies einmal erkannt hat kann schon keinen Spaß mehr mit diesem Spiel haben. Sehr Schade!

Kaufempfehlung: Nein.

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