Mario Party 10 im Test

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Mario Party ist zurück und feiert seinen Einstand auf der Wii U. Der letzte Auftritt auf einer Heimkonsole war Anno 2012 auf der Wii. Hat Nintendo die Zeit genutzt und das Spiel mit sinnvollen Erweiterungen bestückt? Unser Test klärt auf.

Was ist Mario Party?
Es ist zwar eher unwahrscheinlich, dass es da draussen noch jemanden gibt, der Mario Party nicht kennt. Aber zum Einstand geben wir dennoch einen kleinen Überblick. Mario Party ist eine Minispiel-Sammlung, bei der ihr mit Mario, Luigi, Bowser und co, auf Spielbrettern um diverse Ziele kämpft. Wie in einem Gesellschaft Spiel wird hier gewürfelt. Ziel ist es möglichst hohe Zahlen zu Würfeln. Oft aber auch bestimmte Felder zu erreichen und zu hoffen, dass die richtigen Zahlen beim Würfeln, fallen.

Je nach Feld werden dann unterschiedliche Aktionen ausgelöst. Beispielsweise werdet ihr Felder nach vorne, oder wenn es blöd läuft, zurück, katapultiert. Oft kommt es aber auch dazu, dass eines der vielen Minispiele ausgelöst wird. Minispiele sind seit jeher das Erfolgsrezept von Mario Party, Wii U Party und co und führen ebenfalls zu Belohnungen oder Bestrafungen.

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Minispiele Abwechslungsreich
Wichtig ist, die Minispiele sind Abwechslungsreich. Hier wird geschätzt, geklettert, gerast, geflogen, geblöfft, gekämpft, gezählt, geworfen und um Platz eins geringt. Insgesamt gibt es mehr als 70 neue Minispiele. Das besondere ist dabei die Geschwindigkeit, die immer so hoch eingestellt ist, dass nie Langeweile aufkommt. Abwechselnd mit den motivierenden Spielfeldern entsteht so ein wunderbarer Spielfluss, der Spieler begeistert.

Richtig genial wird es aber immer dann, wenn ihr Freunde einladet und das Spiel über den lokalen Mehrspieler-Modus gemeinsam spielt. Bis zu vier Spieler können mitmachen und sich eine eigene Remote schnappen. Dann wird das Spiel nicht nur spaßig, sondern auch ziemlich hektisch und unübersichtlich. Jedoch verbreitet grade dies immer ein riesen Spaß und macht mehr oder weniger süchtig.

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Wieder ohne alt bewährtes
Einigen Fans jedoch sind die ganzen Neuerungen ein Dorn im Auge. Mario Party im Original gilt als Klassiker. Und diesen Klassiker hätten gerne viele wieder. Es fängt bei einfachen Entscheidungen an, dass Spielfelder wieder rund sein sollen und sich an Runden orientieren. Und hört bei der Entscheidung, doch lieber weniger und dafür effektivere Spielziele zu setzen. Aber auch in Mario Party 10 wird man wieder über lineare Spielfelder geschickt um irgendwie das vorgegeben Ende zu erreichen. Ein Spiel dauert dabei meist um die 30 Minuten.

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Amiibo Party – Benötigt bestimmte Amiibo
Tatsächlich finden sich alte Regeln zwar wieder, allerdings nur wenn ihr in den Amiibo Modus abtaucht. Dort ist man auf die Wünsche der alt eingesessenen Spieler eingegangen und spendiert kleine Maps. Jedoch stellt man diese unter neue Regeln. So ist für diesen Modus zwingend ein Amiibo notwendig. Und dann nicht einmal irgendeiner, sondern nur eine Auswahl von Mario, Luigi, Toad, Peach, Yoshi, Wario, Donkey Kong, Bowser und Rosaline. Alle anderen Figuren werden nicht unterstützt. Besitzt ihr keinen der aufgezählten Amiibos, bleibt euch dieser Modi verwehrt. Und als wie wenn dies nicht bereits genug Einschränkungen währen, müsst ihr auch die Entscheidung treffen, ob ihr dauerhaft Spielstände auf dem Amiibo speichern möchtet. Dies geht allerdings nur wenn ihr zuvor ältere Spielstände, wie beispielsweise Speicherstände aus Super Smash Bros löscht. Am besten habt ihr diese dann also auch noch doppelt…

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Auch etwas nervig finden wir die Anwendung. Mit jeder Runde, muss der aktuelle Spieler, seinen Amiibo auf das Wii U Pad stellen. Dies muss also zwingend irgendwo fest liegen. Gar nicht so einfach bei vier Spielern einen fixen Punkt zu finden, ohne auf dem Boden auszuweichen. Da ein Spiel aber gut mal 15-20 Minuten dauern kann, ist der Boden auf Dauer eher unbequem…

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Neuer Modi ohne Amiibo – Bowser Party
Immerhin hat man dennoch einen neuen Modi eingebaut, der auch ohne Amiibo funktioniert. Dennoch greift dieser ebenfalls auf das Wii U pad zurück und fordert euch auf, mal der Böse zu sein. Hier dürft ihr nämlich in die Haut von Bowser schlüpfen und den Helden so richtig einheizen.

Ziel ist es die „guten Helden“ mit hohen Würfen irgendwie einzuholen. Schafft ihr dies, fordert ihr diese zum Gefecht heraus. Um das Spiel zu beenden müsst ihri ihre Lebenspunkte komplett abziehen. Die guten wiederum können aber auch viel Glück haben und durch hohe Würfel wieder mehr Herzen sammeln. Es entsteht ein ringen um Glück und Talent.

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Jedoch hat auch dieser Modi einige Nachteile. Ein Spiel ist sehr schnell vorbei. In der Praxis verdienen sich meist die Helden den Sieg.

Fazit: Mario Party 10 ist das was man erwartet. Es liefert euch spaßige Minispiele. Ein solides Unterhaltungskonzept, das vor allem dann aufgeht, wenn mehrere Spieler an einer Konsole sitzen. Allerdings bleiben große Neuerungen aus. Die Neuerungen die da sind, sind nicht besonders gut umgesetzt und haben entweder eine schlechte Balance oder sind an Bedingungen gebunden, die extra Investitionen erfordern. Andererseits bleibt Mario Party 10 aber ein wundervoller Titel, der auf jeder Nintendo Konsole seinen Berechtigungsgrund hat.


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